RAUCHEN

Rauchen - Tödlicher "Genuss"? 

Tabakkonsum macht krank ! Die Lebenserwartung sinkt mit jeder angezündeten Zigarette! 

Wussten Sie eigentlich, dass... 

  • jede Zigarette einen Raucher im Schnitt 11 Minuten seines Lebens kostet? Eine Packung Zigaretten kostet Sie demzufolge 3 Stunden und 40 Minuten Ihrer Lebenszeit.
  • die Lebenserwartung von Rauchern durchschnittlich 8 Jahre sinkt? • in Österreich jährlich 14.000 Personen an den Folgen ihres Tabakkonsums sterben?
  • Rauchen mehr Menschenleben kostet als Drogenkonsum, Alkoholismus, Selbstmord und Verkehrsunfälle zusammen? • in Österreich täglich im Schnitt 2-3 Menschen an den Folgen des Passivrauchens sterben?
  • in der Schwangerschaft oder neben Kindern zu rauchen nicht nur unverantwortlich ist, sonder eigentlich körperlicher Kindesmisshandlung gleichkommt?
  • Tabakrauch mehr als 4.000 nachgewiesene Chemikalien, darunter mehr als 60 krebserregende und giftige Substanzen enthält?
  • Rauchen nicht nur Lungenkrebs, sondern auch Lippen-, Rachen-, Kehlkopf-, Speiseröhren-, Magen-, Blasen- und Gebärmutterkrebs sowie Zwölffingerdarmgeschwüre, Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Gefäß- und Lungenerkrankungen verursachen und beschleunigen kann?
  • „Light Zigaretten“ zwar weniger Teer, jedoch die gleiche Menge an krebserregenden Substanzen enthalten können wie „starke Zigaretten“ und der „Light“-Effekt meist ohnehin durch intensiveres Rauchen aufgehoben wird? Wenn man raucht, ist das Risiko…
  • an chronischem Asthma (COPD), Lungenentzündung oder Grippe zu erkranken, um bis zu 30 mal höher.
  • an Lungenkrebs zu sterben, 10 mal höher
  • einen Herzinfarkt zu erleiden, um 7 mal höher Weitere erschreckende Zahlen und Fakten:
  • 20 Zigaretten täglich bringen eine Kaffeetasse Teer jährlich in die Raucherlunge.
  • Lungenkrebs – in 9 von 10 Fällen ist Zigarettenkonsum die Ursache! Rauchen fördert die Hautalterung - wenn Sie rauchen, sieht Ihre Haut mit 40 Jahren schon aus wie die eines 60-jährigen Nichtrauchers.

Rauchen und COPD

Was ist COPD? 

COPD bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten der Lunge, die durch Husten, vermehrten Auswurf und Atemnot bei Belastung gekennzeichnet sind. In erster Linie sind die chronisch-obstruktive Bronchitis („Raucherhusten“) und das Lungenemphysem („Raucherlunge“) zu nennen. Beide Krankheitsbilder sind dadurch gekennzeichnet, dass vor allem die Ausatmung (Exspiration) behindert ist. Rauchen ist der mit Abstand der häufigste Grund, warum Menschen an COPD erkranken. Zu Beginn bemerken Sie nur eine leichte Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Wenn Sie trotzdem weiterhin rauchen, verschlimmert sich der Zustand Ihrer Lunge unweigerlich: bald wird auch schon das Tragen einer Einkaufstasche oder das Stiegen steigen beschwerlich, bis Sie am Ende sogar in Ruhe unter ständiger Atemnot leiden. 

Wie fühlt sich COPD an? 

Stecken Sie sich eine Wäschekluppe über beide Nasenflügel und nehmen Sie einen Strohhalm in den Mund. Atmen Sie nur durch den Strohhalm, machen Sie ein paar Schritte, versuchen Sie, Stiegen zu steigen oder sich die Schuhe zu binden… und wenn bei Ihnen schon COPD diagnostiziert wurde, Sie aber trotzdem weiterhin rauchen, dann gewöhnen Sie sich schon mal an das Gefühl … 

Es ist niemals zu spät mit dem Rauchen aufzuhören! 

  • Gönnen Sie sich spürbar höhere Lebensqualität ohne Zigarette und genießen Sie endlich wieder Freiheit statt Sucht!
  • Schon 20 Minuten nach der letzten Zigarette sinken Blutdruck und Puls, Hände und Füße werden besser durchblutet.
  • Nach 8 Stunden ist das giftige Kohlenmonoxid aus dem Blut entfernt – die roten Blutkörperchen können besser Sauerstoff transportieren.
  • Bereits einen Tag nach der letzten Zigarette beginnt das Herzinfarktrisiko zu sinken. Schon nach zwei Tagen verfeinert sich der Geruchs- und Geschmackssinn wieder.
  • Nach drei Tagen ohne Zigarette sinkt der Nikotinspiegel im Blut auf Null und es verbessert sich die Atmung. - Nach einer Woche beginnt die Regeneration der Atemwege.
  • Nach einem Monat hat sich das Immunsystem schon so weit erholt, dass die Infektionsgefahr sinkt.
  • Nach drei Monaten verbessert sich die Blutzirkulation.
  • Ein Jahr nach dem Rauchstopp ist das Risiko für Herzgefäßerkrankungen nur mehr halb so groß.
  • Nach zwei Jahren ohne Tabakkonsum sinkt das Herzinfarktrisiko fast auf Werte wie bei Nichtrauchern.
  • Nach zehn Jahren ohne Zigarette ist das Lungenkrebsrisiko wieder gleich groß wie bei Nichtrauchern.

Je früher Sie zum Nichtraucher werden, desto größer ist Ihr persönlicher gesundheitlicher Nutzen und desto höher Ihr Gewinn an Lebenserwartung! 

Aufhören ja, aber wie ? 

 Die ersten Schritte zur Raucherentwöhnung: 

  • Fassen Sie den Entschluss! Wählen Sie einen Zeitpunkt aus, ab dem Sie keine Zigarette mehr in die Hand nehmen – bleiben Sie dabei! Schon eine ‚kleine‘ Ausnahme wirft Sie wieder in die Sucht zurück.
  • Verändern Sie Ihre Umgebung! Entfernen Sie Aschenbecher und Zigaretten zu Hause und am Arbeitsplatz.
  • Holen Sie sich Unterstützung! Erzählen Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden und Arbeitskollegen, dass Sie das Rauchen aufgeben.
  • Seien Sie zuversichtlich! Entzugssymptome sind ein gutes Zeichen. Ihr Körper reinigt sich von den negativen Folgen des Tabakkonsums. - Lernen Sie neu zu leben! Versuchen Sie, sich von dem Drang zur Zigarette abzulenken und ändern Sie Ihre Routinen (wo Sie sich bisher eine Zigarette angezündet hätten, trinken Sie jetzt beispielsweise einen Schluck Wasser oder ähnliches – Achtung: nicht stattdessen Naschen etc.!)
  • Gönnen Sie sich (Nicht-Rauch-) Pausen! Oftmals ist das Rauchen eine Begründung, sich ein paar Minuten Pause zu gönnen. Gönnen Sie sich diese Pausen auch ohne zu rauchen und sich und anderen dabei gesundheitlich zu schaden!

Nehmen Sie bei Bedarf medikamentöse Hilfe in Anspruch! Das Angebot reicht vom Nikotin-Kaugummi über Zigarettenimitate, Sublingual-Tabletten bis zu Nikotin-Pflastern und Nasalsprays. Weitere Infos zum Thema Rauchstopp finden Sie auch unter www.rauchertelefon.at 

Es haben schon viele vor Ihnen geschafft! Sie können es ebenfalls schaffen! Lassen Sie sich nicht von der „Angst zu scheitern“ vom Rauchstopp abhalten! Jeder (wenn auch gescheiterte) Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, ist sinnvoll, denn jede rauchfreie Phase ist ein Gewinn für Ihre Gesundheit! Wenn Sie wirklich motiviert sind und sich nicht scheuen, Hilfe in Anspruch zu nehmen, liegt Ihre Chance, dem Rauchen ein für allemal abzuschwören bei 90%!